Geräuschangst zu Silvester



Allgemeines:
Viele Hunde sind geräuschempfindlich und können mit der Zeit panische Angst bei lautem Knall entwickeln. Gerade sensible Rassen wie der Border Collie sind besonders anfällig.

Frühe Gewöhnung an allmählich lauter werdende Geräusche kann dem vorbeugen. Hat der Hund erst einmal eine Geräuschphobie, hilft langfristig nur eine Verhaltenstherapie mit allmählicher Gewöhnung. Kurzfristig sollte man dem Hund mit entsprechenden angstlösenden Medikamenten helfen.

Dies verhindert auch, dass sich die Panik beim nächsten Mal verstärkt (Angst vor der Angst). Ohne Behandlung wird die Phobie von Mal zu Mal schlimmer.

Silvester
Schaffen sie schon möglichst lange vorher für den Hund einen "sicheren Raum" wo er sich wohlfühlt und auch gerne länger bleibt. Der Raum sollte von Geräuschen entfernt sein (Keller) und abgedunkelt werden können. Ein auf mittlere Lautstärke gestelltes Radio lenkt von Außengeräuschen ab. Hunde die nicht alleine bleiben können, sollten in Kontakt mit ihrer Bezugsperson bleiben. Lassen Sie den Hund schon vorher in diesem Raum schlafen, geben Sie ihm dort die leckersten Knochen und machen Sie ihm den Raum so angenehm wie möglich.

Zusätzlich gibt es das sogenannte DAP, ein Pheromon, das dem Hund Wohlbefinden und Sicherheit bringt. Der Verdampfer wird in dem "sicheren" Raum in eine Steckdose gesteckt. Zeigt der Hund Anzeichen von Angst bleiben Sie selber ruhig und vermeiden Sie es ihn durch "trösten" in seiner Angst zu bestärken

Medikamente
Wir raten auch schon in leichteren Fällen zu der Gabe von angstlösenden Beruhigungsmitteln, um eine Verschlimmerung des Problems zu verhindern. Die Medikamente sollten gegeben werden, bevor die Knallerei losgeht, da eine viel höhere Dosis notwendig ist um einen schon panischen Hund zu beruhigen. Mussten die Medikamente über längere Zeit gegeben werden sollten sie nicht plötzlich abgesetzt werden, sondern langsam reduziert werden.


Quelle: Praxis