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Es gibt verschiedene Gründe Katzenwelpen von Hand aufzuziehen: Tot oder Krankheit der Mutter, ungenügende Milchproduktion, oder Ablehnung der Welpen durch die Mutter. Die Fütterung von Hand ist nicht all zu schwer und kann sehr viel Freude machen. Welpen brauchen während der ersten Wochen eine warme, zugfreie Umgebung. Die Außentemperatur sollte während der ersten Woche 30°C bis 33 °C, in den nächsten 3 - 4 Wochen etwa 27°C und mit 6 Wochen etwa 23°C. Die höheren Temperaturen während der ersten Wochen können mittels Heizkissen, Wärmflasche oder Rotlicht hergestellt werden. Aber Vorsicht: es sollte sorgfältig überwacht werden, daß die Umgebung für die Babys nicht zu heiß wird, solange sie noch zu klein sind um sich selbständig fortzubewegen. Heizdecken und Handtücher immer mit mehreren Schichten Handtüchern abdecken und Rotlampen in ausreichender Entfernung aufhängen. Als Unterlage ist sauberes Zeitungspapier oder Stoff ( Handtücher, alte Bettlaken usw.) geeignet. Ein hoher Pappkarton ergibt ein gutes Nest für die Katzenbabys und verhindert, daß sie ihren Platz verlassen, solange sie noch zu jung sind. Fütterung: Katzenwelpen könne mit einer Pipette oder mit der Flasche gefüttert werden. Dabei ist es wichtig, daß die Kleinen selbständig saugen und schlucken. Sonst besteht die Gefahr, daß Milchersatz in die Luftröhre gelangt und sich eine Lungenentzündung entwickelt. Neugeborene sollten 6 bis 8 mal täglich gefüttert werden. Die Anzahl der Fütterungen kann dann ab der zweiten Woche langsam auf 3 bis 4 mal täglich reduziert werden. Bei der Menge sollte man sich immer genau an die Angaben des Herstellers der Ersatzmilch halten. Im Zweifel ist es besser etwas weniger zu geben, da eine Überfütterung schlimme Folgen haben kann. Es werden im Handel verschieden Sorten von Ersatzmilch angeboten deren Preis und Qualität sehr unterschiedlich sein können. Milchersatz der in der Zusammensetzung der Milch der Mutter entspricht ist immer vorzuziehen. Selbstgemachter Milchersatz kann auch gefüttert werden, aber schon kleinere Variationen in der Zusammensetzung können zu Verdauungsstörungen führen. Neugeborene Katzenwelpen können nicht selbständig Urin und Kot absetzen. Die Katzenmutter regt die Verdauung durch Lecken von Bauch und Analregion an. Dies sollte durch sanftes Massieren mit einem Wattebausch oder mit einem feuchten warmen Lappen imitiert werden. Die Massage darf erst beendet werden, wenn das Katzenkind Kot oder Urin abgesetzt hat. Das erste feste Futter sollte im Alter von etwa 3 bis vier Wochen angeboten werden. Zu Beginn sind kleine Mengen suppigen Breis aus Welpenfutter (Hills Feline growth, Whiskas für Katzenkinder etc.) geeignet. Der Wassergehalt sollte zunehmend verringert werden, bis das Futter im Alter von 6 Wochen normale Konsistenz hat. Worauf sollte man achten ? Ständiges Schreien, Apathie und Veränderungen der Kotkonsistenz (Durchfall) sind Anzeichen dafür, daß etwas nicht in Ordnung ist. Setzen Sie sich mit Ihrem Tierarzt in Verbindung. Auch sollte das Gewicht der Katzenbabys regelmäßig kontrolliert werden. Nehmen sie nicht zu, sollte ebenfalls der Tierarzt konsultiert werden. Ab einem Alter von 2 Wochen werden die kleinen Katzen in einem regelmäßigen Turnus entwurmt. Eine Passivimpfung zum Schutz gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen ist jederzeit möglich und sollte nach Absprache mit Ihrem Tierarzt durchgeführt werden. Eine aktive Immunisierung gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen wird im Alter von 6 bis 8 Wochen begonnen und dann in einem 4-wöchigem Abstand weitergeführt. |