Die Ernährung des Kaninchens



Was fressen Kaninchen?

Gras und gutes Heu sind das beste Kaninchenfutter. Gras enthält den für Kaninchen optimalen Rohfasergehalt, und nützt die Zähne beim Kauen ausreichend ab. Pelletiertes Fertigfutter kann als Ergänzung dienen, sollte aber nur einen geringen Teil der Ration stellen (1/4 Tasse pro 2,5 kg Körpergewicht). Es wird einmal am Tag gefüttert. Mischfutter (Kaninchenmüsli) ist weniger geeignet, weil die Kaninchen nicht alle Komponenten gleichermaßen fressen. Im ersten halben Lebensjahr dürfen Kaninchen die Pellets mehrmals täglich bekommen, da sie noch wachsen.

Alle Futtermittel, die hochverdauliche Kohlenhydrate enthalten, sind für Kaninchen ungeeignet und können durch Verschiebung der Darmflora zu schweren Verdauungsstörungen führen. Das gilt auch für Brot, Getreidemischungen und ähnliches. Süßigkeiten können neben Verdauungsstörungen auch Karies auslösen. Plötzliche Futterwechsel werden vom Kaninchen schlecht vertragen.

Abwechslung in den Speiseplan bringen Obst und Gemüse aller Art.

 

Wie oft sollte ich mein Kaninchen füttern?

Kaninchen sollten täglich gefüttert werden, Gras oder Heu sollte zu jeder Zeit erreichbar sein.

 

Muß ich meinem Kaninchen Vitamine geben?

Nein, Kaninchen benötigen keine zusätzlichen Vitamine. Die gesunde Darmflora des Kaninchens ist in der Lage alle benötigten Vitamine selbst herzustellen. Die Kaninchen benötigen für ihre ständig nachwachsenden Zähne relativ viel Kalzium, das aber in gutem Gras oder Heu ausreichend vorhanden ist. Bei unausgewogener Ernährung können hier Probleme auftreten.

 

Darf ich meinem Kaninchen Leckereinen geben?

Ja, am besten frisches Obst, Gemüse oder Kräuter. Im Zweifel besprechen Sie zuerst mit Ihrem Tierarzt welche Leckerbissen er Ihnen empfiehlt. Schwere Probleme treten auf, wenn das Kaninchen süße, kohlehydratreiche Leckereien bekommt, da sein Verdauungstrakt nicht für derart kalorienreiches Futter geschaffen ist. Früchte oder Gemüse können täglich angeboten werden. Aber sie sollten als Zusatz und Leckerbissen verstanden werden und dürfen nicht den Großteil der Nahrung stellen. Deshalb sollte ihr Anteil 20 % nicht überschreiten; dabei sollte Gemüse den weitaus größten Anteil stellen; reinigen Sie es vor dem Füttern gründlich. Abwechslung macht das Fressen interessanter. Bieten Sie kleine Mengen verschiedener Gemüse und Obstsorten an. Stark gedüngter Salat kann infolge seines hohen Nitratgehaltes Probleme verursachen, hier also Vorsicht. Salat aus biologischem Anbau ist dagegen gut geeignet.

 

Wie steht es mit dem Wasser?

Frisches Wasser sollte jederzeit zur Verfügung stehen. Falls Sie Ihrem Kaninchen das Wasser in einem Napf anbiete, sollten Sie sich vergewissern, daß das Kaninchen das Wasser nicht in seinem Käfig ausschütten kann. Tropfflaschen sollten häufig mit einer Bürste gereinigt werden, da sie, für uns unsichtbar, schnell veralgen und das Wasser den Kaninchen dann nicht mehr schmeckt.


Quelle: Internet